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CelinasMa Moderator


Anmeldungsdatum: 30.07.2006 Beiträge: 288
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Verfasst am: 01.08.2006, 11:50 Titel: Das ABC der Babygesundheit!! |
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A wie
…Allergie:
Da das Gebiet der Allergien sehr groß ist, sollte man das Thema am Besten mit seinem Arzt besprechen!
Was kann man tun?:
Die beste Ernährung für allergiegefährdete Babys ist ausschließliches Stillen in den ersten 4 bis 6 Monaten. Wenn man nicht stillt oder nicht voll stillt, wird der Arzt eine allergenarme Säuglingsnahrung- eine so genannte HA- Nahrung- empfehlen. Bei HA- Nahrungen ist das Eiweiß so weit aufgespalten, dass das Risiko für bestimmte allergische Erkrankungen verringert wird.
…Angina:
Angina ist das andere Wort für eine Mandelentzündung, die meist mit Fieber einhergeht. Die Mandeln röten sich und schwellen an. Bei Säuglingen kann Trinkverlust ein Hinweis sein, da das Schlucken dann sehr weh tut. Ältere Kinder klagen über Kopf- und Halsschmerzen, manchmal zusätzlich über Ohren- und Bauchschmerzen.
Was kann man tun?:
Kinder mit Verdacht auf Angina gehören zum Kinderarzt. Bestätigt sich die Vermutung, müssen in der Regel Antibiotika eingenommen werden, um Komplikationen und Spätfolgen zu verhindern.
…Ausschlag:
Die meisten Hautausschläge bei Babys sind völlig harmlos. Sie treten im Gesicht auf und verschwinden in der Regel von selbst wieder. Es gibt winzige weiße Hautbläschen und Ansammlungen kleiner roter Fleckchen.
Was kann man tun?:
Weniger ist oft mehr: am besten die Haut nur mit lauwarmen Wasser abwaschen und vorerst nicht eincremen. Kommt Fieber hinzu oder verschwinden die Rötungen und Bläschen nicht von selbst, besser den Kinderarzt fragen.
B wie
…Blähungen:
Fast alle Babys leiden in den ersten drei Monaten unter Blähungen- Jungs oft stärker als Mädchen. Sie treten direkt oder auch einige Zeit nach der Mahlzeit auf und werden meist gegen Abend stärker. Ursachen sind das noch unreife Verdauungssystem und die beim Trinken mitgeschluckte Luft. Abendliches Weinen kann aber ach einen anderen Grund haben: die Babys sind einfach überreizt.
Was kann man tun?:
Ein Bauchweh- Tee (Arzneitee) kann Erleichterung bringen. Er enthält wertvolle Kräuter (Fenchel, Anis, Kümmel, und Kamille) und ist ohne Zusatz von Zucker.
Man sollte darauf achten, dass die Milch nicht zu schnell fließt, wenn man das Baby mit dem Fläschchen ernährt.
Stillende Mütter sollten blähende Speisen vermeiden. Das Baby nach jeder Mahlzeit gut aufstoßen lassen.
Oft hilft auch eine sanfte Massage des Bäuchleins mit Kümmelöl. Das Herumtragen in der so genannten “Fliegerhaltung” beruhigt: Das Baby liegt bäuchlings auf dem Unterarm- das Köpfchen im Ellenbogen- mit der freien Hand kann man sein Bäuchlein wärmen oder leicht auf den Rücken klopfen.
D wie
…Durchfall:
Das Verdauungssystem ist im ersten Lebensjahr noch sehr empfindlich und reagiert schnell mal mit Durchfall. Hat das Kind innerhalb von 24 Stunden zweimal wässrigen Stuhlgang, handelt es sich nur um eine harmlose Magen- Darm- Infektion. Sondert das Kind aber in kurzen Abständen wässrigen, übel riechenden Stuhl ab- oft auch grünlich gefärbt, schleimig oder blutig- spricht man von echtem Durchfall. Und der ist eine ernstzunehmende Erkrankung.
Was kann man tun?:
Ein baby mit Durchfall muss zum Arzt, denn es verliert in kurzer Zeit bedrohlich viel Flüssigkeit, was zu Kreislaufkomplikationen führen kann. Der Arzt verordnet eine spezielle Diät- oft mit Glucose- Elektrolyt- Lösungen, wegen der Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste.
Die früher empfohlene “Teepause” - das Ersetzen einer Mahlzeit durch Tee- gilt als veraltet. Die Babys sollten, um Gewichtsverluste zu vermeiden, möglichst weiter Nahrung zu sich nehmen. Stillkinder werden weiterhin angelegt.
E wie
…Erbrechen:
Wann speit oder spuckt ein Baby, wann erbricht es? Speien ist der letzte Schluck, den viele Babys beim Bäuerchen wieder ausspucken. Das alte Sprichwort “Speikinder sind Gedeihkinder” sagt, wie harmlos diese Angelegenheit meistens ist.
Von Erbrechen spricht man , wenn Säuglinge nach der Mahlzeit nahezu die gesamte Nahrung “explosiv” in hohem Schwall wieder von sich geben.
Was kann man tun?:
Weil Babys durch wiederholtes Erbrechen schnell geschwächt werden, muss der Kinderarzt unbedingt zu Rate gezogen werden. Ist das Erbrechen mit Fieber verbunden, kann ein Magen- Darm- Infekt vorliegen. Hier gilt das gleiche, wie bei der Durchfall-Problematik: für genug Flüssigkeit sorgen- eventuell löffelchenweise.
Bei einem “Speikind” wird der Arzt einem wahrscheinlich eine angedickte Nahrung empfehlen. Johannesbrotkernmehl macht die Nahrung sämiger. Das verhindert ein Zurückfließen aufgrund der noch nicht fest schließenden Verbindung zwischen Magen und Speiseröhre.
…Erkältung:
Husten und Schnupfen sind für Säuglinge eine ziemliche Qual. Mit verstopfter Nase fällt das Atmen schwer und sie können nur schlecht trinken.
Was kann man tun?:
Um den Schleim zu lösen, sollte das Baby reichlich Tee trinken. Stillkinder kann man häufiger kurz anlegen: die erst dünnflüssige Muttermilch ist gut gegen den Durst.
Hebammen raten dazu, etwas Muttermilch in die Nase zu träufeln. Das verflüssigt den Schleim und macht die Nase frei. Gut bewährt haben sich dafür auch sterile Kochsalztropfen aus der Apotheke. Ein Tröpfchen Majoran- oder Thymianöl auf Babys Hemdchen oder Bettwäsche erleichtert die Atmung.
Man sollte die Räume nicht überheizen und möglichst die Luftfeuchtigkeit in Babys Zimmer erhöhen indem man feuchte Tücher aufhängt.
F wie
…Fieber
Fieber ist selbst keine Krankheit, sondern meist die Begleiterscheinung verschiedenster Infektionen. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,5° C und 37, 5° C. liegt sie über 38° C spricht man von Fieber. Die Höhe des Fiebers zeigt nicht unbedingt an, wie schwer eine Erkrankung ist.
Kinder fiebern schnell, was oft auch unbedenklich ist. Im Gegenteil: Fieber zeigt, dass der Körper reagiert und die Krankheitserreger bekämpft. Viele Bakterien werden nämlich bei 38° C oder darüber abgetötet.
Was kann man tun?:
Man sollte morgens, mittags und abends die Temperatur messen und sich notieren. Spätestens wenn ein Baby oder Kleinkind länger als 24 Stunden über 39° C fiebert, muss es zum Kinderarzt. Entsprechend früher sollte man den Arzt aufsuchen, wenn weitere Anzeichen, wie schlechter Allgemeinzustand, Erbrechen oder Atembeschwerden hinzukommen. Ausreichend Flüssigkeit ist für fiebernde Kinder sehr wichtig. Etwa ab 39° C kann es sinnvoll sein, das Fieber zu senken. Wadenwickel sind ein gut funktionierendes altes Hausmittel: man umwickelt die Unterschenkel des Kindes mit feuchten, kühlen (aber nicht eiskalten) Tüchern. Damit die Wärme entweichen kann, legt man ein trockenes Tuch nur locker darüber. Etwa alle 10 Minuten die Wickel erneuern, bis das Fieber um 1° bis 2° C gesunken ist.
Man muss darauf achten, dass das Kind nicht zu frieren beginnt. Der Kinderarzt kann auch spezielle fiebersenkende Zäpfchen oder Saft verordnen.
H wie
…Hitzepickel
Bei kleinen rosa Pickelchen, die von einem geröteten Hof umgeben sind, handelt es sich meist um Hitzepickel. Manchmal bilden sich kleine Bläschen darauf. Wenn sie abtrocknen, sieht der betroffene Bereich leicht gebräunt aus. Sie treten vor allem im Sommer auf : beginnend am Hals, eventuell breiten sie sich auch über Brust, Rücken, Schultern und Gesicht aus.
Was kann man tun?:
Man sollte das Baby nicht zu warm anziehen! Abwaschen mit lauwarmen Wasser unterstützt die Heilung der Hitzepickelchen.
M wie
…Mittelohrentzündung
Mittelohrentzündung tritt häufig auf. Der enge Nasen- Rachen- Raum und die kurze Verbindung zwischen Rachen und Mittelohr lassen die Erreger von Erkältungskrankheiten schnell ins Mittelohr wandern. Dort entsteht eine sehr schmerzhafte Entzündung. Erste Anzeichen sind, dass das Kind viel weint und sich ans Ohr fasst.
Was kann man tun?:
Gleich zum Arzt gehen, denn eine Mittelohrentzündung muss unbedingt behandelt werden!
Treten die Ohrenschmerzen nachts auf, hilft eine Zwiebelkompresse: eine klein gehackte Zwiebel kurz in einem trockenen Topf erhitzen, in ein Küchentuch geben und mit Pflaster zu kleben. Diese Kompresse auf das schmerzende Ohr legen und gegen das Verrutschen ein Kopftuch herum binden.
Gegen die Schmerzen darf man sofort ein Fieber- und Schmerzzäpfchen geben. Abschwellende Nasentropfen können den Überdruck im Mittelohr und damit die Schmerzen akut lindern.´
R wie
…Rachitisvorbeugung
Rachitis ist eine Vitamin D- Mangelerkrankung (Skelettveränderungen aufgrund ungenügender “Verkalkung” der Knochen).
Muttermilch bietet einen guten, aber nicht unbedingt ausreichenden Schutz vor Rachitis. Daher sollten alle Kinder im 1. Lebensjahr und im Winter des 2. Lebensjahres regelmäßig Vitamin D zur Rachitisvorbeugung erhalten. Am praktischsten ist es, wenn die Tablette gleich zusätzlich Fluorid zur Vorsorge gegen Karies enthält.
Was kann man tun?:
Die Tabletten werden in einer geringen Menge Flüssigkeit- Tee oder Wasser- aufgelöst und auf einem Löffel gegeben. Bitte nie Medikamente nie ins Fläschchen geben, denn dabei kann ein Teil der Dosis an der Wand hängen bleiben.
S wie
…Säuglingsakne
Kleine Pickelchen und rote Flecken mit weißen Punkten auf die so genannte Säuglings-, Neugeborenen- oder Babyakne hin. Sie tritt typischerweise bis zu 10 Wochen nach der Geburt auf und wird durch Hormonumstellungen verursacht.
Was kann man tun?:
Diese Form der Akne bedarf keiner Behandlung, außer die Pickelchen werden entzündlich.
…Schorf
Auf Babys Kopfhaut treten in den ersten Monaten häufig schuppige, schmutzig aussehende Flecken auf. Sie werden als Schorf oder “Gneis” bezeichnet und sind harmlos.
Was kann man tun?:
Die Talgreste kann man mit etwas Öl aufweichen und anschließend beim Kopfwaschen mit einem milden Baby Shampoo oder einem Waschlappen oder einem feinen Kamm ablösen. Kommt allerdings auf den Wangen Milchschorf (roter, schuppender, teilweise verkrustender Ausschlag) dazu, sollte man vorsichtshalber mit dem Kinderarzt sprechen. Meist haben die Babys nur trockene Haut, es könnte aber ein Hinweis auf eine spätere Neurodermitis sein.
…Soor
Soor ist eine Pilzinfektion, die in der Regel im Mund und/ oder im Windelbereich beginnt. Auf der Mundschleimhaut bilden sich weiße festhaftende Pünktchen- nicht mit Milchresten zu verwechseln! Sie breiten sich später zu rasenförmigen Flächen aus. Im Windelbereich bilden sich auf geröteter Haut kleine Pickel und Bläschen.
Was kann man tun?:
Gut vorbeugen: Stillende Mütter müssen die Brustwarzen sauber halten. Bei Flaschenkindern alles Zubehör immer sorgfältig sterilisieren.
Die Windelreligion am besten nur mit lauwarmen Wasser reinigen und trocken fönen. Vorsicht vor allem bei kleinen Jungs: der Urinstrahl darf keinesfalls in den Fön gelangen- Stromschlaggefahr! Pflegecreme nur hauchdünn auftragen, damit die Saugschicht der Windel nicht verklebt wird.
Wenn es schon passiert ist: zum Kinderarzt gehen. Weil die Infektion vom Mund ausgeht, muss meist ein Medikament eingenommen werden. Für den Po wird er eine entsprechende Salbe verordnet.
V wie
…Verstopfung
Ein Baby, das nur alle 2 bis 3 Tage “die Hosen voll hat”, leidet nicht unbedingt an Verstopfung. Zumindest solange es sich dabei wohl fühlt und keine schmerzhaften Blähungen hat. Stillkinder kennen ohnehin keine Verstopfung. Auch wenn sie nur einmal pro Woche Stuhlgang haben, braucht man sich nicht zu sorgen. Solche Kinder verwerten die Muttermilch nahezu vollständig. Nass und schwer vom Urin müssen die Windeln natürlich schon sein. Anders bei Flaschenkindern und im Beikostalter: dann kann hin und wieder ein Flüssigkeitsmangel, das Anzeichen ein harter knolliger Stuhl.
Was kann man tun?:
Bei der Zubereitung des Fläschchens unbedingt auf die richtige Dosierung achten. Mit dem “Löffelchen mehr” tut man dem Kind nichts Gutes!
Man sollte dem Kind zusätzliche Flüssigkeit geben (Tee oder abgekochtes Wasser).
Im Beikost alter sollte man keine stark wasserbindenen Obst- und Gemüsesorten füttern. Das heißt: wenig Karotten, Bananen oder geriebenen Äpfel. Gut geeignet und stuhlauflockernd sind Birnen und verdünnter Birnensaft. Eine leichte Bauchmassage und etwas Bewegung durch Turnübungen können den Darm auch in Schwung bringen.
W wie
…Wundsein
Wenn eine Haut so zart ist wie ein Babypopo, ist das meist ein Kompliment. Dabei wird die Haut an Babys Po durch Ausscheidungen sowie die ständige Feuchtigkeit besonders gereizt und es kann oft zum Wundsein dieser Region kommen.
Was kann man tun?:
Das Wichtigste in Kürze:
Windeln gleich nach dem Stuhlgang wechseln.
Den Po immer gut trockenen- eventuell auch mit einem Fön.
Das Baby oft “unten ohne” strampeln lassen.
Nach 2 bis 3 Tagen ohne Besserung den Kinderarzt aufsuchen.
Z wie
…Zähne
Die meisten Babys zahnen zwischen dem 6.und 8.Lebensmonat zum ersten Mal. Mit einem Jahr hat das Kind schon 6 bis 8 Zähnchen. Die übrigen Zähne lassen sich mehr Zeit- sie kommen erst im Laufe des 2. und 3. Lebensjahres . Eher selten wachsen die Zähne schmerzlos und sind am nächsten Morgen einfach da. Schon bevor der erste Zahn kommt entwickeln viele Babys einen starken Speichelfluss und beißen auf allem möglichen herum. In dieser Zeit sind sie oft gereizt und weinerlich. Durch das Spannungsgefühl im Mund fühlen sie sich einfach unwohl.
Was kann man tun?:
Man hilft dem Baby , indem man das Zahnfleisch sanft massiert. Zahnungsmittel oder homöopathische Globuli können helfen.
In ganz schlimmen Nächten darf man nach Absprache mit dem Kinderarzt auch ein Fieber- oder Schmerzzäpfchen geben. Ein (gekühlter) Beißring kann das Zahnen angenehmer machen. Oft mögen die Kinder in dieser Zeit auch ihre Nahrung etwas kühler.
Die ersten Zähnchen haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Kiefers und der bleibenden Zähne. Man sollte deshalb auf die richtige Mundhygiene achten und unbedingt Karies vorbeugen!
Wichtige Hinweise für die Zahngesundheit des Kindes:
Verhinderung der Übertragung von Karieskeimen auf das Kind: heruntergefallene Schnuller und Breilöffel sollte man nicht selbst in den Mund nehmen, sondern lieber unter klarem Wasser abspülen.
Die kombinierte Vitamin D und Fluorid- Tablette sorgt schon vor dem Durchbruch des ersten Zähnchens für die Härtung des Zahnschmelzes. Man sollte die Dauer der Gabe mit dem Kinderarzt besprechen.
Man sollte dem Kind niemals das Fläschchen zum Dauernuckeln überlassen.. Nach dem Durchbruch der ersten Zähne sollte man so früh wie möglich das Fläschchen durch eine Tasse (Trinklerntasse) ersetzen.
Bereits die allerersten Zähne sollte mit einer Kinderzahnbürste und einer kleinen Menge spezieller Kinderzahnpasta geputzt werden. _________________
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Verfasst am: 12.05.2008 Titel: Empfehlung: |
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