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CelinasMa
Moderator
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Anmeldungsdatum: 30.07.2006
Beiträge: 288

BeitragVerfasst am: 01.08.2006, 11:42    Titel: Wie ernähre ich mich in der Schwangerschaft und... Antworten mit Zitat

Stillzeit optimal??

Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung ist gerade in der Schwangerschaft für Ihre und die Gesundheit Ihres Babys wichtig. Dabei ist Qualität besser als Quantität, d.h., Sie brauchen - zumindest mengenmäßig- nicht für zwei zu essen. Wichtig sind Vollkornprodukte, Kartoffeln, Vollkornnudeln und - reis, Gemüse, Obst, Milch- und Milchprodukte, Fleisch und Fisch.
Sie sollten dazu mindestens 1 1/2 Liter täglich - am besten Trink- bzw. Mineralwasser oder ungesüßten Früchte- bzw. Kräutertee - trinken.
Größere Mengen der Genussmittel Kaffee, Tee und Cola (2-3 Tassen sind okay.) sollten Sie jetzt nicht mehr trinken und auf Alkohol und Rauchen ganz verzichten.
Der Bedarf an Kalorien steigt in den ersten Schwangerschaftsmonaten praktisch nicht an und ist auch später nur wenig erhöht. In der 2. Hälfte der Schwangerschaft ist der Bedarf um 100-200 kcal , in der Stillzeit um ca. 530 kcal täglich erhöht. Wichtig ist vor allem eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nähr- und Aufbaustoffen.


Dabei sind Jod und Folsäure für Schwangere besonders wichtig.




Wie ernähre ich mich in der Stillzeit am besten?

Durch die Produktion von Muttermilch verliert die stillende Frau Nährstoffe, die sie durch die Ernährung wieder zuführen muss. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist - unabhängig von der mütterlichen Ernährung - nahezu konstant gut, d.h., dass eine unzureichende Ernährung auf Kosten der mütterlichen Gesundheit geht. Achten Sie deshalb besonders gut auf sich und Ihre Ernährung, denn die Zeit nach der Geburt ist für die meisten Mütter sehr anstrengend! Sie brauchen Ihre Kraft!
Der Energiebedarf ist jetzt deutlich höher, als noch in der Schwangerschaft. Sie brauchen jetzt ca. 530 kcal zusätzlich.
Aber Achtung, die werden schnell erreicht.
Wichtig sind jetzt wieder Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, sowie ausreichend Milch- und Milchprodukte. Häufig wird Stillenden empfohlen, auf Obst, speziell auf Zitrusfrüchte, in der Stillzeit zu verzichten, da das Baby davon einen wunden Po bekommen würde. Ein solcher Zusammenhang ist aber bisher noch durch keine Untersuchung bestätigt worden, wenngleich in Einzelfällen Mütter über eine Besserung des Wundseins nach Obstverzicht berichtet haben. Auch blähendes Gemüse (Zwiebeln, Kohl, Knoblauch....) und Hülsenfrüchte sind für eine ausgewogenen Ernährung von Bedeutung. Sie sollten nicht aus Angst vor Bauchweh und Blähungen beim Baby von vornherein weggelassen werden. Jedes Kind reagiert anders. Probieren Sie zunächst alles aus, und lassen Sie nur dann einzelne Lebensmittel weg, wenn Sie einen "Verdacht" hegen. Mit der Muttermilch geben Sie auch viel Flüssigkeit ab. Ca. 2 Liter am Tag müssen daher wieder zugeführt werden, am besten haben Sie immer ein Glas Wasser oder ein anderes ungesüßtes Getränk griffbereit. Nikotin, Alkohol und Koffein gehen in die Muttermilch über. Gegen Kaffee und Tee in Maßen (2-3 Tassen) ist aber nichts einzuwenden.
Viele Frauen sind nach der Entbindung mit Ihrem Gewicht noch nicht wieder zufrieden. Während der Stillzeit verliert sich aber auf natürlichen Weg noch das eine oder andere Kilo! Vorsicht aber mit Reduktionsdiäten in der Stillzeit: Durch das Einschmelzen der Fettspeicher beim Abnehmen werden die dort gesammelten Schadstoffe in größeren Mengen frei und gelangen über das mütterliche Blut in die Muttermilch.




Darf ich während der Schwangerschaft und Stillzeit Alkohol trinken?

In der Schwangerschaft sollten Sie auf den Genuss von Alkohol völlig verzichten. Für die Stillzeit ist zu beachten, dass Alkohol in gleich hoher Konzentration wie ins Blut auch in die Muttermilch übergeht. Zudem hemmt Alkohol, wenn er häufiger und in größeren Mengen getrunken wird, die Milchbildung und beeinträchtigt die Gesundheit des Babys.
Auch Koffein und Nikotin gehen in die Milch über. Wenn Sie ein sehr unruhiges Kind haben, kann es hilfreich sein, auf Koffein zu verzichten.




Muss ich in der Stillzeit bestimmte Lebensmittel meiden?

Häufig wird Stillenden empfohlen, auf Zitrusfrüchte zu verzichten, da das Baby davon einen wunden Po bekommen würde. Ein solcher Zusammenhang ist bisher noch durch keine Untersuchung bestätigt worden, wenngleich es denkbar ist, dass Fruchtsäuren über die Muttermilch in den kindlichen Verdauungstrakt gelangen und an den Ausscheidungsorganen Entzündungen hervorrufen können.
In Einzelfällen haben Mütter über eine Besserung des Wundseins nach Obstverzicht berichtet.
Auch blähendes Gemüse, wie Zwiebeln und Kohl, sowie Hülsenfrüchte sind für eine ausgewogene Ernährung der Mutter von Bedeutung. Sie sollten diese Lebensmittel nicht von vornherein aus Angst vor Bauchweh und Blähungen beim Baby weggelassen. Nur einige sehr empfindliche Babys reagieren mit Koliken, wenn Ihre Mutter diese Lebensmittel gegessen hat. Dafür verantwortlich sind möglicherweise Stoffwechselprodukte, die im Körper der Mutter bei der Verdauung entstehen. Broccoli und Blumenkohl scheinen Stillkindern übrigens nichts auszumachen, sie werden sogar als erste Beikost gut vertragen. Auch Knoblauch stand lange im Verdacht, für kindliche Blähungen verantwortlich zu sein. Amerikanische Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass Knoblauch sogar einen positiven Einfluss auf das Trinkverhalten der gestillten Babys haben kann. Essen Sie also am besten weiterhin alle Lebensmittel, die Ihnen schmecken, und lassen Sie nur dann einzelne Lebensmittel weg, wenn Sie einen "Verdacht" hegen.




Der Stuhlgang von gestillten Babys

Bei ausschließlich gestillten Kindern ist es normal, dass der Stuhl goldgelb bis grün und breiig bis flüssig ist, leicht säuerlich riecht (die Darmbakterien bilden Säuren, die Ihr Kind vor Darminfektionen schützen) und der Darm bis zu dreimal am Tag entleert wird. Kommt der Stuhl plötzlich häufiger als gewohnt, ist er wässrig und übel riechend, hat das Kind Durchfall und ist krank. Es gehört dann in die Obhut eines Arztes. Verstopfung bei gestillten Kindern ist selten. Manche gestillte Kinder setzen nur jeden 3.-4. Tag Stuhl ab, ohne verstopft zu sein. Von Verstopfung spricht man, wenn der Stuhl sehr hart und knollig ist und nur mit Mühe und/oder Schmerzen abgesetzt werden kann.




Kann ich als Schwangere/Stillende einer Allergie meines Kindes vorbeugen?

Das Risiko eines Neugeborenen, an einer Allergie zu erkranken, hängt stark von der Allergiebelastung seiner Familie ab.
In der Schwangerschaft können Sie folgendes tun:
- nicht selber rauchen und auch passives rauchen vermeiden
- Ihre Ernährung sollte ausgewogen und vollwertig sein. Es gibt bisher keinerlei Hinweis dafür, dass es von Nutzen sein kann, wenn die Schwangere eine spezielle Diät hält und auf gewisse Lebensmittel verzichtet (z.B. auf Kuhmilch- oder Eiprodukte). Im Gegenteil, von einer einseitigen Einschränkung wird sogar abgeraten, damit es nicht zu einer Mangelernährung der werdenden Mutter und damit einer Unterversorgung des ungeborenen Kindes kommen kann.
Wenn das Baby geboren ist, ist ausschließliches Stillen oder die Gabe einer hydrolisierten Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten - nach Absprache mit dem Kinderarzt auch länger- der beste Allergieschutz.

Zur Zeit laufen Untersuchungen zum Einfluss von Tierhaaren und Hausstaubmilben auf das Auftreten von allergischen Erkrankungen bei Kindern im ersten Lebensjahr. Dabei zeigte sich kein Unterschied in der Häufigkeit des Auftretens von allergischen Ekzemen bei Hochrisikokindern mit und ohne Haustiere, so dass frühere Empfehlungen, bei allergiegefährdeten Kindern keine Haustiere zu halten, sicherlich in der nächsten Zeit nochmals überprüft werden müssen. Es wird sogar zur Zeit diskutiert, ob Haustiere nicht sogar einen protektiven (schützenden) Effekt haben können. Es wird vermutet, dass das Weglassen spezieller Nahrungsmittelallergene in der Diät der Stillenden das Risiko einer frühen Sensibilisierung gegenüber Nahrungsmittelallergenen verringern kann. Das ist allerdings bisher noch nicht eindeutig bewiesen worden. Zur Zeit gibt es deshalb auch noch keine diesbezüglichen Empfehlungen. Es ist - wie auch in der Schwangerschaft- am wichtigsten, dass sich die stillende Frau ausgewogen ernährt. Nur bei einer Nahrungsmittelallergie der Mutter selbst sind die entsprechenden Nahrungsmittel natürlich zu meiden.




Kann ich meine abgepumpte Muttermilch einfrieren?

Abgepumpte Muttermilch sammeln Sie am besten in einem sauberen Fläschchen. Sie können die Milch 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder auch bis zu sechs Monate tieffrieren (-18 Grad).
Zum Aufwärmen stellen Sie das Fläschchen in ein Wasserbad oder in den Flaschenwärmer. In der Mikrowelle sollten Sie Ihre Muttermilch nicht erwärmen, da es dabei zu signifikanten Verminderungen von Inhaltsstoffen kommen kann.
Muttermilch kann sich bei längerem Stehen in eine wässrige und eine fetthaltige Phase trennen:
durch vorsichtiges Schwenken (nicht schütteln) verteilt sich das aufgerahmte Fett wieder.



Quelle: Babylexikon (milupa)
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Verfasst am: 12.05.2008    Titel: Empfehlung:

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