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Gesegneter Massenmord

 
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oralee
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:18    Titel: Gesegneter Massenmord Antworten mit Zitat   

Ein Beobachter erzählt:

Gesegneter Massenmord

Jedes Jahr zelebrieren Tausende von Jägern in Deutschland „ihren“ Feiertag, den Tag des hl. Hubertus. Es finden Tierleichensegnungen statt und seltsame Rituale werden mit Tierkadavern abgehalten. Aufgebahrte Tierkörper werden im Zuge einer Prozession in katholische Kirchen gebracht, um in recht leblosen Zustand einer Hubertusmesse beizuwohnen.
Kirche segnet Jäger

Diese Messen, eine Glorifizierung des tödlichen Treibens der Jäger tragen perverserweise den Namen des hl. Hubertus, der nach einer Vision im Wald erkannte, dass es Unrecht ist, die Tiere zu töten. Er hängte daraufhin seinen Beruf an den Nagel und jagte nie wieder. Die KAKI (kath. Kirche) hat jedoch diesen guten Grundgedanken des Feiertags ins Gegenteil verkehrt und lockt seitdem jährlich Tausende von Grünröcken in ihre Kirchen. Die Hubertusmesse ist einer der wenigen noch gutbesuchten Messen. Dass gerade diese Leute der KAKI noch am meisten Wert beizumessen scheinen, spricht nicht gerade für die Kirche.

Auch zum Bundesjägertag in Münster (24.05.03) fanden sich ganze Scharen der Knallfrösche ein. In Massen kamen sie dahergewallt, in Kampfmontur, das Gewehr geschultert, versteht sich. Schließlich wird Ihnen dort noch Anerkennung und Ehre für ihre „respektvollen“ Taten gezollt. Denn nach Meinungsumfragen in der Bevölkerung blickt die Jägerschaft in eine düstere Zukunft: Nur noch 3% der Befragten wollen, dass die Jagd so bestehen bleibt, wie sie ist [1].


Zuletzt bearbeitet von oralee am 22.05.2008, 14:29, insgesamt einmal bearbeitet
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oralee
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat   

Versammlung der Buschkrieger

Um 9 Uhr morgens – kurz vor Messebeginn – hatte sich dann im dortigen Sankt Paulus Dom bereits eine wahre Flut von den Busch-Kriegern eingefunden. Sie hoffen dort quasi auf Gottes höchstpersönlichen Segen für ihr Treiben, selbstverständlich stellvertretend von Weihbischof erteilt. Um das Spektakel direkt vor Ort zu beobachten, habe ich mir einen Stehplatz in Altarnähe ergattert. Mir wird langsam unwohl, wenn ich daran denke, dass die vielen, durchaus einen netten Eindruck erweckenden Leute um mich herum alle dem selben, blutigen Handwerk nachgehen. Andächtig stehen sie im Gotteshaus und warten darauf, dass ihr Oberhirte das Wort an sie richtet. Nach einigen obligatorischen Kulthandlungen, die in Verbindung mit reichlich Weihrauch dafür sorgen, dass das Bewusstsein der Teilnehmer richtig eingestimmt wird, erhebt Zeremonienmeister Ostermann das Wort. Sein Singsang ist in gewisser Weise einlullend. Teile seiner Rede bleiben bei mir hängen: Dank Gott sind die Jäger dieses Jahr wieder reich durch Beute beschenkt worden ... die Jäger, Menschen der Tat ... sind sie die Weisen und die Klugen, die sich in dieser Welt recht zu bewegen wissen, die durch ihre Taten vieles wieder ins Lot bringen? ... Bevor ich jedoch die Weisheit und Klugheit der Jäger genügend bewundern kann, sorgt ein Aktivist einer Tierschutzorganisation für kurze Aufregung: Er stellt sich vor den Altar, versucht ein Schild hochzuhalten, auf dem „Du sollst nicht töten!“ zu lesen ist. Doch er ist leider nicht erfolgreich. Drei Sicherheitskräfte sind flugs zur Stelle und unterbinden die Aktion. Dieses christliche Gebot scheint hier fehl am Platz zu sein. Friedrich Ostermann faselt zwischenzeitlich etwas von der Schönheit eines Sonnenuntergangs überm Soldatenfriedhof, davon dass der Jäger zum ursprünglichen Glauben (dem katholischen Glauben, Anm. d. Verf.) finden soll: ...in solchen Momenten fällt alles, was so Schlechtes über die Kirche gesagt wird, von einem ab, so wie die Spreu sich im Wind verliert... ich verstehe: über die schlechten Seiten der Kirche nachzudenken bringt einen bloß vom rechten Glauben ab, also lassen wir’s lieber.


Zuletzt bearbeitet von oralee am 22.05.2008, 14:21, insgesamt einmal bearbeitet
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oralee
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat   

Makabre Worte

Mein kurzer Gedankengang wird von makabren Worten unterbrochen: Ob es einem passt oder nicht, es ist ein ehernes Gebot, Tiere zu töten und zu essen... !?! Diese blasphemische Aussage trifft mich mit voller Härte, dachte ich bisher doch immer, dass das eherne Gebot lautet: „Du sollst nicht töten!“ Oder gilt das etwa nicht für Tiere? Wo hat Gott gesagt, man soll nur Menschen nicht töten (und das auch nur in Friedenszeiten), wo hat Gott geboten, Tiere zu töten? Gilt das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ dann etwa nur für Autos? Es geht weiter im Programm: Die Natur ist unvollkommen, ohne die Hege und Pflege der Jäger droht sie uns zu überwuchern und zu ersticken ... Krass! Ich dachte immer, die Natur ist nur dort unvollkommen, wo der Mensch eingreift und die feinen natürlichen Regelkreise aus dem Gleichgewicht bringt. Oder muss der Mensch nun die Schöpfung Gottes verbessern? Seine Excellenz weiter: Das Wildschwein ist das klügste Tier. Ist es da verwunderlich, dass der Mensch sich über den Sieg über das Schwein freut, sich freut dass er klüger ist? Kann das böse sein? Wohl kaum. Wahnsinn! Er spricht noch von der Freude über den schönen Braten, den man nach der Jagd verzehren kann, und dass schon die heilige Theresia empfohlen hat, diesen ganz zu genießen. Mir reicht es jedoch von diesen Leuten, die sich einreden, dass deren Klugheit über der eines Wildschweins steht. Ich verlasse die Kirche auf schnellstem Weg und atme draußen erst mal tief durch.
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oralee
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat   

Die Kirche: Feind der Tiere

Wenn Friedrich Ostermann so redet, dann ist das übrigens ganz im Einklang mit den tierverachtenden katholischen Glaubensgrundsätzen. Ich hoffe, dass Du, lieber Leser, klüger bist und nicht den Irrlehren der Kirchen auf den Leim gehst. Und wenn Kapuzinermönch Bruder Paulus in der Bildzeitung auf die Frage, ob Tiere eine Seele haben, antwortet: „Tiere haben weder Geist noch Seele. Sie haben keine Gefühle... ...Nur er [der Mensch] kann Gott für die Natur danken. Nur er kann verzeihen, gestalten, lieben.“ (22.2.03), dann schau Deinem Hund in die Augen und wisse: Er fühlt, er ist beseelt, und vielleicht liebt er Dich sogar. Vielleicht stellst Du ja dann noch mehr von dem in Frage, was Kirchenmänner so alles von sich geben.

Für so manch anwesenden Tiermörder waren die abstrusen Worte des Bischofs jedoch Balsam für das eigene geplagte Gewissen und Rechtfertigung für weitere Abschüsse. Wichtig, um nicht am Sinn des eigenen Tuns zu zweifeln. Dabei wissen gerade die Jäger oft nur zu genau, dass die Tiere empfinden und leiden wie wir, ja sogar beseelt sind. Sie sprechen ihren treuen Hunden vielmals einen „edlen Charakter“ und menschengleiche Klugheit zu. Der Hund sei ein „lebendiges Gottesgeschöpf“ mit „Seelenleben“, auch in seiner Körpersprache liegt ein „starker seelischer Ausdruck“[2]. Die Jäger, die in Feld und Flur vielen Wildtieren begegnen, wissen auch, dass das natürlich nicht auf ihre Hunde beschränkt ist. Warum wird dann dennoch soviel gejagt?
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:20    Titel: Antworten mit Zitat   

Jägerlatein

Die typischen Jägerargumente von Verbissschäden und Überpopulationen werden inzwischen von vielen Wissenschaftlern widerlegt. In einem Nationalpark in Italien, in dem seit über 80 Jahren nicht mehr gejagt wird, gibt es keinerlei Probleme. Die Natur regelt sich wunderbar selbst, trotz des Fehlens früher heimischer Räuber wie Wolf oder Luchs kommt es nicht zu Überpopulationen. Den wahren Grund sagt uns Landesjägermeister Steixner in der Tiroler Tageszeitung (09.06.03): „Es sind oft unsere eigenen Halbwahrheiten, die uns den Umgang mit einer kritischen Öffentlichkeit noch schwerer machen.“ Es gebe kein gutes Argument für die Bejagung bestimmter Tiere, „außer man ist ehrlich. Und sagt, ja, ich will in guter alter Tradition Beute machen.“

Mit Christus hat das Ganze natürlich nix zu tun!
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oralee
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Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat   

Krieg im Hinterland

Die Medien sind voll von Schreckensnachrichten aus aller Welt. Sie zeigen die Gräuel der vielen Kriege: Elternlose Kinder, hungernde, schwerverletzte und tote Menschen. Überall kracht es, sterben Menschen in Kugelhageln, werden von Bomben zerfetzt.

Man hat sich mit diesen Bildern abgefunden. Gott sei Dank haben wir hier in Deutschland nicht solche Zustände. Falsch! Unbeachtet von Vielen herrscht in unseren Wäldern Krieg. Mit Millionen von Toten (jährlich über 5 Mio![1]), Abermillionen von Vertriebenen, zerrissenen Familien, zerfetzten Leibern, tragischen Einzelschicksalen. In der so gelobten Waldluft liegt die ständige Angst davor, bald selbst an der Reihe zu sein. Adrenalin und Herzklopfen als stete Begleiter. Die Opfer des Krieges sind Tiere, sein Name ist Jagd, ein äußerst unfairer und mit ungleichen Mitteln geführter Kampf gegen unsere Mitgeschöpfe. Szenen aus dem Alltag der Tiere:
Ein unfairer Kampf

Eine Rehmutter umhegt fürsorglich ihr Junges, ein kleines Rehkitz, das trotz seines Alters von gerade mal ein paar Tagen schon sicher auf seinen staksigen Beinen steht. Das Futter in dem kleinen Waldstreifen ist knapp, die Mutter hat nur wenig Milch für ihr Kleines. Auf die Felder wagt sie sich nicht, zu viele ihrer Geschwister fanden dort den Tod. Aus ihrer Not heraus knabbert sie an den Trieben der jungen Bäume, obwohl sie eigentlich viel lieber mit einer saftige Kräuterwiese vorlieb nehmen würde. Da lockt sie der Duft von frischem Futter an, doch es ist Menschengeruch dabei. Der Geruch des Feindes, den sie eigentlich so gerne als Freund hätte. Doch sie muss dringend wieder Milch für ihr Junges geben. Sie wagt sich näher. Die Futterraufe steht auf einer Lichtung. Der Menschengeruch wird stärker, aber zu sehen ist nichts. Sie wagt es... Da fällt der Schuss. Der kleine Körper des Rehkitz wird von der Wucht des Aufpralls umgerissen. Qualvoll zuckend bleibt es liegen. Noch ehe die Rehmutter begreift, drückt der Jäger ein zweites Mal ab. Sie kracht zusammen, ihr Hinterleib durch das übliche Expansionsgeschoss zerfetzt. Stechende Schmerzen durchzucken ihren Leib, sie versteht nicht: Hat nicht Gott ihr und ihres Kindes Dasein gewollt, sind sie nicht Teil seiner Schöpfung? Das Kitz nimmt nicht mehr wahr, wie sie sich noch einige Meter zu ihm, zu ihrem Kind, schleppt, bevor ihr der Jäger das Ende bereitet.

Viele Einzelschicksale. 5 Millionen jährlich. Unzählige Tiere sterben, weil wir nicht auf unser lecker zubereitetes Wildbret verzichten wollen. Sind wir uns bewusst, dass wir, wenn wir davon essen, damit solche Grausamkeiten befürworten, für sie mitverantwortlich sind und uns auf diese Weise mitschuldig machen? Christus brachte das Gesetz der Liebe, er lehrte uns, unsere Mitgeschöpfe zu achten und für sie zu sorgen. Er lehrte aber auch: „Was du säst, wirst du ernten“. Hoffentlich wird die Saat der Menschen bald eine bessere.
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oralee
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
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BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat   

Der Mensch, der Tiere quält und tötet, empfindet oftmals keine Reue mehr. Sein Gewissen, die ethisch-moralische Kontrollinstanz, ist stumpf geworden. Ihm wird unter Umständen erst durch das Gesetz von Ursache und Wirkung wieder bewusst werden, was es heißt, Not und Pein zu erleiden.

Es ist ein Grauen, zu sehen, wie bestialisch sich Menschen verhalten. Gibt es noch einen Hoffnungsschimmer? Vielleicht gibt es da und dort noch einige vernünftige Menschen, die erkennen, was im Anrollen ist, die Vernunft walten lassen und die mithelfen, noch viele Menschen, die guten Willens sind, zu retten. Retten wovor? Vor dem Ungeheuer, das sich als Mensch ausgibt und das, ohne den Verstand, geschweige denn die Vernunft zu gebrauchen, ein noch nie dagewesenes weltweites Chaos heraufbeschwört....

Ein Rat an alle Vegetarier und die, die auf dem Wege sind, Vegetarier zu werden, und die sich nicht zu den feudalen Herren zählen, die ihr Waidmannsheil brauchen und den Waidmannsdank u.a. im Tierkannibalismus sehen und erleben. Überlässt ihnen ihren Waidmannsdank im Tierkannibalismus! Nach dem Gesetz „Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion” oder „Auf jede Ursache erfolgt die entsprechende Wirkung” erleiden Menschen, die Tiere hinterhältig töten, ihren „moralisch-ethischen” Tod. Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen.
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