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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 10:58 Titel: Absturz in die Barbarei |
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| Hatte nicht schon der junge Theologieprofessor Ratzinger, damals also noch nicht Bischof, Kardinal oder Papst, in seinen Vorlesungen vor seinen Theologiestudenten vollmundig getönt, es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe." (Der ehemalige katholische Theologieprofessor Hubertus Mynarek in: Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006, S. 4) |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 10:59 Titel: |
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Wie war es möglich, dass sich in den europäischen Kulturnationen Massentierhaltung, Tierversuche und eine gnadenlose Bejagung entwickeln konnte? Bei den Philosophen im antiken Griechenland und in Rom wurden die Tiere hochgeschätzt, ebenso in außereuropäischen Hochkulturen wie z. B. Ägypten und Indien.
Durch Jesus von Nazareth hätten alle diese positiven Ansätze schon vor ca. 2000 Jahren ihre Vollendung finden können. Denn er strebte ausgehend von Palästina ein weltumspannendes Friedensreich für Mensch, Natur und Tiere an, so wie es der Prophet Jesaja vorher gesagt hatte: "Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern ... Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder ... Und ein Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter ..." (11, 6-9). Doch eine neue Institution tritt wenig später in die Geschichte ein, welche seine Ideale verrät und die geistigen Grundlagen für die heutige Barbarei schafft: Es ist das kirchliche Christentum, das im Widerspruch zu anderen Religionen und antiken Weltanschauungen den Menschen von seinen Mitgeschöpfen trennt. Man erklärt nur den Menschen zum Auserwählten Gottes, der in den Himmel eingehen würde, wenn er der Kirche die Treue hält. Für die Tiere kennt diese neue Religion keinen Himmel, und auch auf der Erde beginnt für sie nun eine beispiellose Leidenszeit, deren Höhepunkt und gleichzeitig deren Wendepunkt wir gegenwärtig erleben. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 10:59 Titel: |
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Für eine Nahrung "frei von Mord" - Griechenland und Rom
Die alte ägyptische Hochkultur mit ihren Pyramiden betrachten wir heute oft mit Staunen und Ehrfurcht. Ägypten war eine Ackerbaunation, in der viele Tiere als heilig galten oder gar als Erscheinungsformen von Göttern. Zugtiere halfen dem Menschen bei der Feldarbeit, man aß nur wenig Fleisch, und, um vor dem jenseitigen Totengericht bestehen zu können, musste man nachweisen, auf der Erde kein Tier misshandelt zu haben.
Auch im griechischen Kulturkreis, der Wiege Europas, hatte sich in philosophischen Schulen eine höhere Ethik und Moral den Tieren gegenüber herausgebildet. Die Orphiker (7. Jahrhundert v. Chr.) lehnen den Fleischkonsum ab, da er die Rückkehr der Seele in ihre Heimat beeinträchtige. Ebenso die asketisch lebenden Kyniker (4. Jahrhundert), die an den bekannten Lehrer Sokrates anknüpfen. Und nachdrücklich setzten sich der Mathematiker, Musiker und Philosoph Pythagoras (ca. 570-500 v. Chr.) und der Arzt Empedokles (490-430 v. Chr.) für eine tierfreundliche und vegetarische Lebensweise der Menschen ein. Es sei "die größte Befleckung" für den Menschen, "Leben zu entreißen und edle Glieder hineinzuschlingen", so Empedokles. In der gesamten griechischen Volksmythologie sind Menschen, Tiere und göttliche Wesen intensiv verbunden, und der oberste Gott Zeus kann sich z. B. in einen Stier oder Schwan verwandeln, so dass man in einem Tier auch einem Gott begegnen kann. Trotzdem wurde in Griechenland noch viel gejagt oder gefischt und der griechische Dichter Oppian schrieb um ca. 180 n. Chr. z. B. eine poetische Abhandlung darüber (Halileulica). Bei ihm finden sich zumindest aber auch Reste der hohen antiken Tierethik, wenn er z. B. die Delphine als "Götterboten" vor dem Gejagtwerden schützen will und über die Götter Griechenlands schreibt: "So sehr, wie sie das Morden von Menschen verdammen, hassen die Götter den, der Todesqual über die gütigen Herren der Tiefe bringt" (zit. nach http://www.delfine.net/antike/griechen.htm). Heute verenden die Delphine auf dem "Papst-Planeten" Erde zu Hunderttausenden in den Fangnetzen der Hochseefischer oder werden als "Konkurrenten" der Fischer abgeschlachtet, um dann z. B. zu Schweinefutter für die Massentierhaltung verarbeitet zu werden. Nach ca. 20 Millionen Jahren auf der Erde sterben sie derzeit aus. Wie zahllose andere Tiere auch. Denn für den Kirchengott und andere tierfeindliche Religionen gehören auch die "Götterboten" nur zu den "unvernünftigen Tieren, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden" (angebliches "Gotteswort" in 2. Petrus 2, 12).
Kurz vor der Etablierung des kirchlichen Christentums stand also das Verhältnis zu den Mitgeschöpfen der Menschen im europäischen Kulturkreis vielfach auf der Kippe. Es gab ein Für und Wider, und es war noch nicht klar, in welche Richtung die Entwicklung geht. So wurde z. B. im republikanischen Rom, einer überwiegend städtischen Gesellschaft, nur wenig gejagt (die Mond- und Fruchtbarkeitsgöttin Diana wurde in Anlehnung an die griechische Artemis erst in einem späteren Stadium auch zur Göttin der Jagd), und es galt im Rom das Ideal der "Tugend".
Doch was gehört zu dieser "Tugend"? Die Verhalten zu den Tieren ist hier einbezogen. So mahnt z. B. der bekannte Konsul Cato (95-46 v. Chr.): "Niemand darf mit beseelten Tieren wie mit Geräten umgehen" - eine indirekte Absage an das spätere vom Katholizismus geprägte römische Recht, in der Tiere als "Sachen" gelten, was sich bis heute in der europäischen Rechtssprechung erhalten hat. Der Niedergang beginnt in Rom dann in der Cäsarenzeit ab ca. 50 v. Chr., als sich die gehobenen Kreise zunehmend dem Fleischkonsum hingeben und für die Belustigung des Volkes Tiere im Zirkus töten lassen. Dagegen protestieren Tierfreunde wie der Philosoph Horaz (65-8 v. Chr.), der an seine Mitbürger appelliert: "Wage es weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten!" Gegen den Fleischkonsum wenden sich auch die heute weltbekannten Philosophen Seneca (55 v. Chr.-40), und Ovid (43 v.Chr.-17), der eine der bekanntesten Tierhymnen schreibt, die "Rede des Phythagoras", in welcher Ovid die Überzeugung des griechischen Philosophen in einer fiktiven Rede darstellt. Und darin heißt es dann: "Sterbliche, hütet euch doch, mit frevelnder Speise der Leiber euch zu beflecken! Es gibt ja Getreide und Obst, das der Bäume Zweige belastet, die Reben sind voll von strotzenden Trauben. Reichtum spendet euch die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung, und sie gewährt auch Gerichte, die frei sind von Mord und vom Blute." Wegen Kritik am ausschweifenden Lebensstil der Enkelin des Kaisers Augustus wird Ovid jedoch aus Rom verbannt.
Der abendländischen Kirche sollte es einige Jahrhunderte später sogar gelingen, die Ausschweifungen und Verbrechen der Machthaber zu segnen und die Erkenntnisse der antiken Philosophie als gotteslästerlich zu brandmarken und zu verbieten. So wäre z. B. ein scharfsinniger Denker wie Plutarch (46-120) mit der Todesstrafe bedroht worden, wenn er ca. 300 Jahre später gelebt hätte. Er spricht den Tieren einen Verstand und Rechte zu und beklagt, dass der Mensch als Räuber in den Lebensraum von Tieren eindringt, die ihm nichts getan haben, z. B. die Fische. Und wenn die Welt um des Menschen willen erschaffen sei, so spottet er, welchen Sinn hätten dann wohl die schädlichen Insekten? Die Kritik gilt der Schule der Stoiker, bei denen sich bereits die Sonderstellung des Menschen abzeichnet, die später vom kirchlichen Christentum zugespitzt und ausgebaut wird. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:00 Titel: |
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Israel: Jagen Nein, Schächten Ja
Auf Jesus von Nazareth kann sich das kirchliche Christentum dabei aber nicht berufen. Er lebt mit seinen Jüngern ähnlich wie die jüdische Gemeinschaft der Essäer als Vegetarier, und viele seiner Erlebnisse mit den Tieren als den kleinen Geschwistern der Menschen sind erst in den beiden vergangenen Jahrhunderten neu entdeckt worden. Eine wesentliche Quelle ist z. B. das im Jahr 1881 von dem britischen Theologen Gideon Jasper Richard Ouseley in einer Innenschau empfangene Evangelium der Heiligen Zwölf, das sich mit einem in Aramäisch geschriebenen Ur-Evangelium aus antiker Zeit decken soll. Tatsächlich kennt auch die kirchliche Wissenschaft ein Evangelium der Zwölf, wobei ein paar erhaltene Reststücke, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit diesem Evangelium zugeschrieben werden können, tatsächlich mit Passagen des im 19. Jahrhundert inspirierten Textes übereinstimmen. Doch selbst in der Bibel ist noch nachlesbar, wie Jesus - ähnlich wie andere Propheten vor ihm (siehe z. B. Hosea 6, 6; Jesaja 1, 11.13, Jeremia 7, 21-23, Amos 5, 21-23) - seine Stimme z. B. gegen die furchtbaren Tieropfer erhebt (z. B. Matthäus 9, 13) und wie er die Tierhändler aus dem Tempel treibt. Doch viele Tiere sind in Israel aus religiösen Gründen auch vor der Opferung und dem Fleischverzehr geschützt. Ausgerechnet der kultische "Makel", dass man sie als "unrein" betrachtete (siehe die Aufzählung in 3. Mose 11, 1-30), schützte sie. Religiöse Gründe hat allerdings auch das bestialische Schächtgebot (die Pflicht, Tieren ohne Betäubung die Kehle durchzuschneiden und sie ausbluten zu lassen). Es gilt in Israel jedoch auch ein komplettes Jagdverbot, da man ein Tier auf der Jagd nicht auf diese "korrekte" Weise töten könne. So wird in Psalm 104, einem Lob Gottes, auf wunderbare Weise das Miteinander von Mensch und Tier in freier Natur veranschaulicht: "Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern, sie eilen zwischen den Bergen dahin. Allen Tieren des Feldes spenden sie Trank ... Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt und Brot das Menschenherz stärkt. Die Bäume des Herrn trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, auf den Zypressen nistet der Storch. Die hohen Berge gehören dem Steinbock, dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht" (V. 10-11.14-1 . Deshalb trifft den Naturschänder und Jäger das Wehe Gottes: "Denn dich erdrückt dein Verbrechen gegen den Libanonwald, und die Vernichtung des Großwilds lastet auf dir", droht z. B. der Gottesprophet Habakuk im 7. Jahrhundert v. Chr. (2, 17). Zu diesem Zeitpunkt hatte auch der große Prophet Jesaja schon seine Vision vom kommenden Friedensreich kund getan, in dem weder der Mensch noch vormals wilde Tiere mehr jagen: "Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten" (11, 6). Der Mensch ist dazu aufgerufen, bereits jetzt nach dieser neuen Ethik zu leben, und es gilt auch: "Wer einen Ochsen schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt" (66, 3 nach der Lutherübersetzung). Das insgesamt widersprüchliche Verhältnis zu den Tieren in Israel zeigt sich bereits in den unterschiedlichen Schöpfungsberichten, wonach Mensch und Tier ursprünglich Vegetarier waren (1. Mose 1, 29-31), der Mensch seit der Sintflut jedoch mit Erlaubnis "Gottes" "Furcht und Schrecken" über die Tiere bringen darf (1. Mose 9, 2-4). Es hängt ganz davon ab, ob die Texte aus prophetischer Quelle stammen, in denen ein friedfertiges Miteinander von Mensch und Tier gelehrt wird oder aus priesterlichen Quellen, welche die Tierquälereien und Schlachtungen fordern.
Was im alten Israel umkämpft war und in westlichen Kulturkreisen bis heute gesellschaftlich umkämpft ist, gilt in manchen östlichen Kulturen als selbstverständlich. Wie bei den griechischen Philosophen, bei Jesus oder bei den Essäern lehrt man z. B. auch im Buddhismus die Verwandtschaft alles Lebendigen und zieht entsprechende Konsequenzen zum Schutz der Tiere. Vom Hinduismus weiß man, dass auch praktische Überlegungen eine Rolle spielen. So nennt Mahatma Gandhi die Kuh "die Mutter Indiens", "welche die Kinder mit ihrer Milch ernährt, die Felder weich und fruchtbar macht, die Feuerstätten mit ihrem getrockneten Dung versorgt". Und von China wird berichtet, dass die Bauern vier Jahrtausende lang vegetarisch lebten. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:00 Titel: |
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Was aßen die Germanen?
Selbst die als "wild" verschrieenen Germanen ernähren sich zu Beginn des ersten Jahrtausends vermutlich noch überwiegend ohne Fleisch. Die "Minderheiten von Jägern hatten an der Kulturgestaltung so gut wie keinen Anteil. Die Viehzüchtung beschränkte sich damals auf die Zugtiere für den Ackerbau" (Wolfgang Baumgärtl, Die Germanen, in: Lebensschutz Nr. 1/2001). Der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55-116) schreibt: "Die germanischen Völker am Rhein ernähren sich von Äpfeln und Feldfrüchten", wozu je nach Möglichkeiten "frisches Wildbret" kam.
Letzteres gilt in der römischen Küche, die bis heute von Getreideprodukten, Feldfrüchten und Oliven geprägt ist, nämlich als "barbarisch". Doch die einflussreichen Philosophen, die sich eine Zeitlang noch schützend vor die Tiere stellen können, werden durch das aufstrebende Kirchenchristentum vom 2. bis zum 4. Jahrhundert massiv bekämpft und schließlich selbst mit dem Tode bedroht. Der kirchliche Haupt-Lehrer Paulus (10-ca. 65) vertritt zwar teilweise noch eine hohe Ethik (z. B. soll das Böse mit Gutem überwunden werden). Den Tieren gegenüber bricht Paulus jedoch alle Tabus, wenn er schreibt: "Alles, was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das esst, ohne euch ein Gewissen darüber zu machen" (Bibel, 1. Korinther 10, 25). Die Anhänger der Kirche, die für ihr Seelenheil nur "glauben" und einige Sakramente in Anspruch nehmen müssen (vor allem die Wassertaufe für ihre Säuglinge), verrohen zunehmend und entfernen sich immer weiter von dem Mann aus Nazareth, auf den sich die Kirche fälschlicherweise bis heute beruft. So spottet Kirchenlehrer Aristides (um 150) über die angebliche "Unvernunft" der Ägypter, die Tiere heiligen "und nicht merken, ... dass dieselben n i c h t s sind" (Apologie 4, 2f; 5, 1ff; 6, 1; 12, 1.6ff. u. a.). Und Kirchenvater Clemens von Alexandria (ca. 150-210) stößt Weherufe gegen die angeblich "Gottlosen" aus, welche unseren Wohnplaneten, die Mutter Erde, ehren, und er lästert: "Ich bin aber gewohnt, die Erde mit meinen Füßen zu treten, nicht sie anzubeten" (Protr. Kap. 2 und 4, zit. nach Karlheinz Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 1, Reinbek 1986). Doch gegen diese sich zunehmend entlarvende Barbarei des Kirchenchristentums erhebt sich im 3. Jahrhundert noch einmal eine mächtige Stimme. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:00 Titel: |
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Wider die "Christen"
Der griechische Philosoph Plotin (205-270) und sein aus dem Libanon stammender Schüler Porphyrius (ca. 234-304) entwickeln eine große ethisch hoch stehende Gesamtschau der Schöpfung, wonach alles aus dem Geist hervorgegangen ist. Sie lehren, dass sich auch in der niedrigsten Schöpfungsform, der Materie, noch der Geist spiegelt und dass sich die Seele durch ein ethisches Leben wieder emporarbeiten und mit dem Geist verschmelzen kann. Porphyrius schreibt in dem Buch Über die Enthaltsamkeit von Beseeltem auch darüber, wie die sich höher entwickelnde Seele auf den Fleischgenuss verzichtet. Den Kirchenchristen hält der Philosoph vor, das antike "Vätererbe im Stich gelassen zu haben" und sich "eine neue, ausweglose Lehre zurechtzuzimmern, welche weder den Überlieferungen der Griechen noch denen der Juden die Treue bewahrt". Dazu spießt der Philosoph zahllose Unklarheiten, Wissenslücken und Widersprüche der kirchlichen Lehre auf und verfasst das 15-bändige Werk Wider die Christen - nach dem bekannten Kirchenhistoriker Adolf von Harnack "unstreitig das umfangreichste und gelehrteste Werk, welches im Altertum gegen das Christentum verfasst worden ist." Für den ersten bekannten kirchlichen Geschichtsschreiber, den Kirchenvater Euseb (263-339), gilt Porphyrius aus diesem Grund als "Wortführer der Dämonen". Sein Werk wird von der katholischen Kirche verbrannt, nachdem diese im Jahr 380 unter Kaiser Theodosius I. zur alleinigen Staatsreligion geworden ist, so dass es bis auf einzelne Zitate in Schriften von Kirchenmännern verloren ist. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:01 Titel: |
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Die Lynchmord an der Mathematikerin
Der Vernichtungskrieg der Kirche gegen die hohen geistigen und ethischen Wurzeln des Abendlandes ist mittlerweile voll entbrannt. Der einflussreiche römisch-katholische Senator Firmicus Maternus fordert von den Kaisern Konstantius II. und Konstans erstmals nachweisbar im Jahr 347 die Ausrottung der antiken Religionen und Philosophien. Noch zögern die Kaiser. Doch im Jahr 356 verhängt das Imperium Romanum für die Ausübung nichtkatholischer Gottesdienste bereits die Todesstrafe. Einem besonders schlimmen Gewaltverbrechen der Kirche fällt die bekannte Mathematikerin Hypatia (*370) aus Alexandria zum Opfer, eine Nachfolgerin von Plotin und Porphyrius als Oberhaupt der neuplatonischen Philosophenschule, aus deren Gedankengut übrigens im 19. Jahrhundert in England und Deutschland die ersten Vegetarier-Vereinigungen hervorgegangen sind. Hypatia, die heute "als erste bedeutende Frau der Wissenschaftsgeschichte des Abendlandes" gilt (Brockhaus Enzyklopädie), wird im Jahr 415 von Kirchenchristen unter Anführung des römisch-katholischen Predigers Petrus auf der Straße überfallen, in die katholische Kirche geschleift, dort nackt ausgezogen, mit Steinen beworfen und schließlich mit Glasscherben in Stücke geschnitten. Der Patriarch der römisch-katholischen Kirche, Kyrill von Alexandria, hatte zuvor offiziell seine Zustimmung zu der vorab geplanten Bluttat erteilt. Nach diesem furchtbaren Verbrechen gibt es eine "Ketzerin" und wahrscheinlich auch eine Fürsprecherin für Natur und Tiere weniger. Und ihr oberster Mörder, Kyrill von Alexandria, wird im 19. Jahrhundert heilig gesprochen. Die offizielle Kirchengeschichtsschreibung weist darauf hin, dass es trotzdem noch "bis ins 6. und 7., ja bis ins 9. Jhdt." dauert, bis das Heidentum ganz "beseitigt" ist (Karl Heussi, Kompendium der Kirchengeschichte, Tübingen 1991, S. 94). Tatsächlich hat die Kirche v. a. die Kulte aus dem Heidentum in sich aufgesogen und imitiert (vgl. dazu Der Theologe Nr. 25). Und deren ursprüngliche Verfechter wurden auch deshalb ermordet, um die heidnische Herkunft des kirchlichen Glaubens und seiner Praktiken zu verschleiern. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:01 Titel: |
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Die Theologen
An die Stelle der ethisch hoch stehenden griechisch-römischen Philosophie setzt die Kirche ihre eigenen Theologen, allen voran ab dem 5. Jahrhundert den "großen" Lehrer und "Heiligen" der Kirche, Kirchenvater Augustin (354-430). Augustin ist als junger Mann Anhänger der so genannten Manichäer, die - ausgehend von Persien - die urchristlichen Ideale wieder beleben wollen und vegetarisch leben. Er zählt zu den "Auditores", den Zuhörern, die sich erst allmählich mit der urchristlichen Lehre vertraut machen und für die ein reduzierter Fleischkonsum gilt. Doch der spätere Kirchenheilige wendet sich bald gegen seine ehemaligen geistigen Lehrer, lässt sie blutig verfolgen und leitet auch für die Tiere die nächste grausame Epoche ein. Die geistesgeschichtliche "Leistung" Augustins und seiner Nachfolger ist es, mit Berufung auf die Bibel ("Macht euch die Erde untertan!" Tiere sind "unvernünftig") die Sonderstellung des Menschen in der Schöpfung als "Gottes Ebenbild" zu begründen. Die Tiere erscheinen demgegenüber als "Gegenbild der menschlichen Auserwähltheit" (Die Kulturwissenschaftlerin Sina Walden). Augustin schreibt, das qualvolle Sterben der Tiere "tangiert den Menschen nicht, denn das Tier entbehrt einer vernünftigen Seele und ist deshalb nicht mit uns durch eine gemeinsame Natur verbunden" (De moribus ecclesiae catholicae 2, 12, 54, 59). Das Gebot "Du sollst nicht töten" betreffe angeblich nicht "die unvernünftige Tierwelt", deren Leben und Sterben "unserem Nutzen angepasst" werde (De Civitate Dei I, 1.20), und auch andere moralische Regeln zwischenmenschlichen Umgangs gelten nicht für Tiere. Tiere könnten nie den Himmel betreten, und Vegetarismus sei "eine gottlose Ketzermeinung" (Vom katechetischen Unterricht 2, 29). Sich gar "von der Tötung von Tieren und der Zerstörung von Pflanzen zurückzuhalten" sei nach Augustin "der Gipfel des Aberglaubens". Trotz allem soll ausgerechnet Augustin vegetarisch gelebt haben. Offenbar weiß er noch aus seiner Zeit bei den Manichäern von negativen Folgen des Fleischverzehrs.
Eine ähnlich zwiespältige Haltung legt der sich ebenfalls persönlich vegetarisch ernährende Patriarch Johannes Chrysostomos (345-407) an den Tag, der die "Heiligung" von Tieren bekämpft, das Heidentum ausrotten will und viele seiner Tempel zerstören lässt.
Oftmals verweist man in der Kirche auf einzelne positive Seiten von Kirchenmännern - doch was hat sich in der Kirche durchgesetzt? Von Franziskus von Assisi (ca. 1181-1226) wird etwa berichtet, dass er von einer Fischhändlerin lebende Fische gekauft hat, um "Schwester Schleie" anschließend wieder ins Wasser zu werfen. Doch übrig geblieben von diesen Idealen ist heute z. B. Dosenwurst aus franziskanischer Hausschlachtung und ein tierfeindlicher Katechismus der Katholischen Kirche, in dem es heißt "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidung bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten" (Nr. 2417). Und: "Es ist unwürdig, für sie [die Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern soll. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt" (Nr. 2418).
Beim "heiligen" Kirchenvater Augustin war es vor allem die Leugnung einer unsterblichen Seele der Tiere und ihre Funktion als Nutzwesen, die von dem nächsten "großen" Kirchenheiligen, Thomas von Aquin (1225-1274), aufgegriffen und für das kirchliche Lehrsystem weiter ausgebaut wird. So würde "das Leben der Tiere und Pflanzen erhalten, doch nicht um ihrer selbst willen, sondern des Menschen wegen". Es spiele so auch keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle, und "keiner sündigt, indem er eine Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist", also z. B. ein Tier zum menschlichen Gebrauch oder Verzehr (Summa theologia II. 64. I). Die Tiere seien "sprachlos" und es gebe nichts in ihren Seelen, das "möglicherweise ohne einen Körper weiter existieren könne". Und: "In Tieren gibt es keine Sehnsucht nach Ewigkeit … Deshalb ist die Seele eines Tieres unfähig, an der Ewigkeit des Seins teilzuhaben". "Also geht sie mit dem Körper zugrunde" (Summa contra gentiles II. 82).
An diese bis heute in der römisch-katholischen Kirche verbindliche Lehre des Thomas von Aquin kann später der "Aufklärer" Descartes (1596-1650) anknüpfen und sie ihres religiösen Zusammenhangs entkleiden; und daraus können sich wiederum problemlos Tierversuche, Massentierhaltung, gnadenlose Bejagung und Tierquälereien aller Art entwickeln. Die Hauptschuld für diese Entwicklung trägt jedoch die Institution Kirche. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:02 Titel: |
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Dank der Jesuiten: Fleisch für Japan
Mit der kirchlichen Missionierung der restlichen Welt tragen die Kirchenchristen ihre barbarische Ethik auch in ferne Kontinente und verbreiten weltweit unvorstellbares Leiden auch für die Tiere. So führen z. B. die Jesuiten in Japan um 1600 den allgemeinen Verzehr von Fleisch in dem asiatischen Land ein, was bis dahin nur in rituellen Zeremonien von Samurai-Kriegern praktiziert wurde. "Der erste Schlachthof wird 1621 in Nagasaki eingerichtet. Während der Ausbreitung des Christentums in Japan wird Fleisch von Schlachttieren im ganzen Land verzehrt" (Japan Magazin Nr. 4/2000), zuvor lebte man vegetarisch oder ernährte sich von Fischen. Und in Amerika werden im 18. und 19. Jahrhundert Hunderttausende von Büffeln zum Vergnügen der kirchenchristlichen Eroberer aus Europa abgeschlachtet, um nur eines von zahllosen Beispielen der Raubzüge der katholischen oder evangelischen Eroberer zu nennen, die mehr und mehr den gesamten Erdball umfassen. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:02 Titel: |
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Gandhi: Europa verwirklicht den Geist Satans
Der Hinduist Mahatma Gandhi, ein Anhänger der Bergpredigt des Jesus von Nazareth, erklärt am 8.9.1920: "Es ist meine feste Überzeugung, dass das heutige Europa nicht den Geist Gottes und des Christentums verwirklicht, sondern den Geist Satans. Und Satan hat den größten Erfolg, wo er mit den Namen Gottes auf den Lippen erscheint ... Ich meine, dass das europäische Christentum eine Verleumdung des Christentums Jesu bedeutet" (zit. nach W. Gabriel: Gandhi, Christus und die Christen, Halle 1931; auch in: Indische Geisteswelt, Band I, Glaube und Weisheit der Hindus, Hrsg.: Helmuth von Glasenapp, Holle-Verlag, Darmstadt 1958, S. 280 f.). Die Verhöhnung von Christus durch die großen Kirchen, so wie sie Gandhi beschreibt, bedeutet auch für die Tiere unermessliches Leid und Grauen bis in die Gegenwart. Zwar ist z. B. in Deutschland seit dem Jahr 2002 der Tierschutz auch im Grundgesetz verankert, doch hat sich dadurch praktisch für die Tiere nichts verbessert (vgl. dazu ein Plakat aus dem Jahr 2000). Mit der Einrichtung der industrialisierten Massentierhaltung und ihrer Auswüchse nach dem 2. Weltkrieg, den immer bestialischeren Tierversuchen und der gnadenlosen Jagd haben die Folgen der kirchlichen Lehre von der Sonderstellung des Menschen einen in der Geschichte bisher beispiellosen Höhepunkt erreicht. Dieser Höhepunkt ist aber gleichzeitig der Wendepunkt. Denn die Natur und ihre Elemente gehorchen der selbsternannten "Krone der Schöpfung" immer weniger und die durch die bestialische Behandlung bedingten Krankheiten und Seuchen der Tiere greifen immer mehr auf den Menschen über. Der Mensch verliert also jegliche Kontrolle über die Natur. Und das Leid, das er den Tieren zufügt, fällt immer schneller auf ihn selbst zurück. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:03 Titel: |
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Ein Bund mit den Tieren
Gleichzeitig wird in einer durch Prophetie gegebenen Botschaft aus dem Jahr 2001 von einem neuen Bund Gottes mit den Tieren gesprochen (Wortlaut nachlesbar bei http://www.das-weisse-pferd.com/01_04/prophetie.html). Vorausgesetzt, diese Prophezeiung stammt tatsächlich aus dem Gottesgeist, würde sich damit auch eine Endzeit-Offenbarung des jüdischen Propheten Hosea erfüllen, in der vorhergesagt wird: "Und ich will zur selben Zeit für sie einen Bund schließen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm des Erdbodens und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen" (2, 20).
In unserer heutigen Zeit wird immer mehr Menschen bewusst, in welchen Abgrund die kirchliche Lehre von der Sonderstellung und Einzigartigkeit des Menschen ihn selbst und seine Mitgeschöpfe stürzte. Auch erfassen viele, dass es mehr Dinge "zwischen Himmel und Erde" gibt als es der überhebliche Theologe mit seinen beschränkten intellektuellen Gedanken erfassen kann. Mitzuhelfen, dass auf dieser Erde ein friedvolles Miteinander von Menschen und Tieren im Einklang mit der Natur möglich ist, das war schon die Bitte von Jesus von Nazareth an seine Jünger und Anhänger. Und auch ca. 2000 Jahre später gibt es wieder viele Chancen, die Hilfeschreie der Tiere zu erhören und wenigstens manches von dem unsäglichen Leid wieder gutzumachen, was Menschen bis dahin an den Tieren verursachten. |
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oralee Administrator
Anmeldungsdatum: 24.04.2008 Beiträge: 254
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Verfasst am: 22.05.2008, 11:03 Titel: |
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Hochschätzung und Tragödie der Taube
Das Symbol für den Heiligen Geist
hängt tot im Kirchturm
TaubeDie Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Juristin Sina Walden (Endzeit für Tiere) machte in München eine Entdeckung mit nachdenkenswerter symbolischer Bedeutung. In ihrem Vortrag Das Tier in Religion, Recht und Ethik (http://www.animal-rights.de/) wies sie auf die Taube hin, die in der Antike als "Verkörperung der Großen Göttin" galt, bei den Sumerern sogar als "Schöpfungsgöttin". Dergestalt in der Volksreligion verwurzelt, konnte sie auch vom Kirchenchristentum nicht übergangen werden. So wurde sie neben Gott-Vater und Gott-Sohn zum Symbol des Heiligen Geistes. Doch während das Antlitz der Taube die bestickten Decken des Altars im Kircheninnenraum schmückt, zeigte sich oben auf dem Kirchturm der Heilig-Geist-Kirche in München ein gegensätzliches Bild: "Monatelang tote Tauben, die sich im Netz verfangen hatten und verhungert und verdurstet waren." |
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